Gartenkunst und Landschaftspflege
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Erhaltung und Entwicklung von Parks und Gärten im "grünen" Weiterbildungszentrum für Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt verfügt mit seinen zahlreichen historischen Gärten, Parks, Kloster-, Burg- und Gutsanlagen sowie Herrenhäusern und Schlössern über ein einzigartiges kulturelles Erbe. Viele der historischen Anlagen prägen bis heute nicht nur das Bild der sie umgebenden Landschaften und Orte, sondern verschmelzen im ländlich geprägten Raum zu einer Einheit. In vielen Orten sind noch heute Anlagen vorhanden, die durch Alleen und „aufgeschmückte“ Landschaft verbunden sind, so dass einige Regionen als großräumige „Parklandschaften“ bezeichnet werden können. Dabei ging die Gestaltung der Landschaft vom Zentrum des Gartens aus (Stichwort: Obstbaumwiesen, Maulbeerbaumzucht).

Viele der im Barock angelegten Gärten und Parks wurden im 19. Jahrhundert in Landschaftsgärten umgewandelt. Großen Einfluss hatten neben den frühen Anregungen aus England und Wörlitz die preußische Gartenkunst und Architektur. Einige der in Sachsen-Anhalt bis heute erhaltenen Gärten und Parks entstanden nach Plänen des berühmten preußischen Landschaftsgestalters Peter Joseph Lenné oder seinen Mitarbeitern/Schülern wie der Gartenbaudirektor Schaumburg, der 1849 im Gutspark Briest tätig war und auch Teile des Herrenhäuser Gartens in Hannover entwarf.

Nicht immer sind die Gestaltungen der Anlagen namenhaften Gartenkünstlern zuzuordnen. Oft scheinen die Besitzer die Anlagen unter Achtung der Gestaltungen der Ahnen bzw. jeweiligen Vorbesitzer und unter Einfluss der jeweils aktuellen Gestaltungsideen der Zeit weiterentwickelt zu haben, wie z.B. der Besitzer des Gutes Zichtau, Johann Christian Solbrig (1778-1850), der einen damals viel beachteten Landschaftspark anlegte und in seine Verschönerungen auch die umgebende Landschaft einbezog.

Als Vorbild und Inspirationsquelle in der Park- und Gartengestaltung mögen damals die Wörlitzer Anlagen gedient haben, die in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden und im Wesentlichen um 1800 fertig gestellt waren. Hier verdichtete sich die Gestaltungen von Natur und Kunst zu einer neuen Einheit, Landschaft und Park flossen ineinander und Gartenräume, Bauwerke und bildende Kunst verschmolzen zu einem Gesamtkunstwerk dreidimensionaler Landschaftsbilder.

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